
Ein paar Worte über mich:
Ach – wo fange ich an?
Ich bin ein 90s Baby, geprägt von der 2000er Kultur – aufgewachsen in einer ziemlich sexistischen, misogyner Landschaft.
Heute habe ich Worte für etwas, das ich als Kind schon gespürt habe: Ich bin nicht-binär. Ich passe nicht in feste Geschlechterkategorien – und will das auch nicht.
Ich bin in einem High-Stress-Haushalt mit wenig Geld groß geworden, bei einer alleinerziehenden Mutter. Lange hab ich versucht, das individuell zu verstehen.
Heute sehe ich klarer: Das war kein persönliches Versagen – sondern politisch. Strukturell.
Auch kein Bock mehr kollektive Probleme zu individualisieren?
Mein Körper war schon früh ein Thema.
Viel Bewegung, viel Unruhe, viel Halten, viel Stress – und gleichzeitig gezwungenes Stillsein im Schulsystem. Dazu jahrelange Migräne, Orientierungslosigkeit, Erschöpfung.
Ich habe mich da Stück für Stück selbst raus bewegt - wie?
Erst kam das Raven - freier Tanz, Ausdruck, Ausbrechen aus rigiden Systemen und Erwartungsdruck. Und dann, vor über 10 Jahren hat Yoga mir (wirklich) den Arsch gerettet.
Es war nicht nur die klare, strukturierte Asana- Praxis, Sondern ein ethisches System, das mich tief berührt hat – gerade in meinen Krisen.
Heute sehe ich Yoga differenzierter.Ich sehe, wie sehr auch diese Praxis von Patriarchat, Kolonialisierung und Hierarchien geprägt ist.Ich hatte (nicht so schöne) Erfahrungen in der deutschen, weißen Yogawelt, die sich im Nachhinein dadurch erklären lassen.
Deshalb ist es mir wichtig, andere Perspektiven reinzuholen – insbesondere von BiPoC, queeren und weiblich sozialisierten Lehrer*innen, bswp: Sangeeta Lerner, Liina Tael, Susanna Barkatai, Jacoby Billard etc.
Meine Praxis verändert sich. So wie ich.
Was geblieben ist: Die Arbeit mit dem Körper ist für mich transformierend. Nicht als Selbstoptimierung – sondern als Weg zurück in Beziehung. Zu mir, zu anderen, zur Welt.
Parallel dazu habe ich Soziale Arbeit studiert. Dort habe ich verstanden, wie eng Körper, Psyche und gesellschaftliche Bedingungen zusammenhängen.
Meine Bachelorarbeit: traumasensibles Yoga.
Meine Erkenntnis: Stress, Leid und Erschöpfung sind nicht nur individuell – sie sind politisch, sie sind vom Kapitalismus gemacht.
Später kam der Master in Motologie und Körperpsychotherapie dazu.
Seitdem vertiefe ich genau diese Verbindung: Körperarbeit + gesellschaftliche Realität.
Zurzeit tue ich das hauptberuflich Selbstständig. Über Kurse, Wochenenden, Tanz und Coachings.
Ich glaube nicht an isolierte Heilung.
Ich glaube an kollektive Prozesse, an Widerstand und an zärtliche Aufmüpfigkeit.
Vielleicht sind wir das ja mal gemeinsam.
xoxo
zuzu
Trauma-Informiert
Zyklus-bewusst
Diskrimminierungs- und Machtsensibel
Queer-friendly
2024 - jetzt Tätigkeit als Selbstständige Yogalehrende
2024 - jetzt Gründungsmitglied Ecstatic Cuties n.e.V. in Marburg, Ecstatic Dance und Kulturveranstaltungen
2023 - jetzt Gründungsmitglied des queerfeministischen Festival Juicy Lab
2019 - 2024 Yogaleherende - Vitafitness Marburg
2022 Praktikum Körperpsychotherapie - Psychosomatische Klinik Weißer Hirsch Dresden
2021 - 2023 Motologie und Psychomotorik (M.A) Schwerpunkt Körperpsychotherapie - Philipps-Universität Marburg
Masterthesis: Entwicklung und Durchführung eines motologischen Menstruationsworkshops für Jugendliche
2020-2022 Gründung des Kollektiv: Leaves & Feathers in Marburg an der Lahn, Ecstatic Dances
2016 - 2019 Soziale Arbeit (B.A) Schwerpunkt Sport und Soziale Arbeit- Evangelische Hochschule Berlin
Bachelorthesis: Traumasensitives Yoga im Beratungskontexten der Sozialen Arbeit
2022 - 2025 Somatic Yogaausbildung (250h) - Somatische Akademie Berlin
2024 Resilient Space Holding by Karada House
2024 Teilnahme bei einem kritischen Yogalesekreis
2024 Teilnahme beim Workshop "Kulturelle Aneignung im Yoga" von Sangeeta Lerner
2022 Fortbildung Cycle Power by Redshool
2022 Self-Cervix
2021 Soul Voice Awakening
2019 Hatha Yogaausbildung (200h) AYA - Yoga Cure Berlin
2018 Soul Voice Awakening, Berlin
Intensive Auseinandersetzung mit: (den ich liebe Lektüre und habe nicht viel Geld aka ich konnte nicht zu allen Themen die ich interessant finde eine Ausbildung machen :D )
more to come...
Körper, Komplexität, Weite und Lust. Das Taub-sein & dahinter der Schmerz, Enge und die Angst.
Nicht Aufgeben-wollen - Hoffnung in den Adern, Lebendigkeit im Bauch und echtes Funkeln in der Brust. Dieses eine Leben - das ist es welches ich, du und wir Leben dürfen. Egal wo, in welchem Land, welcher Hautfarbe, welcher Klasse und sexuellen Orientierung.
'Cause nobody is free untill everybody is free.
Warum ist da soviel Ungerechtigkeit? Warum bin ich immer wieder so taub, gefangen und eng? Warum funktioniert unsere Welt so?
Wo kommt all die Wut her? Die Sehnsucht, das Suchen und das immer wieder Finden und Verlieren.
Und dann diese Momente in denen es fast zu schön ist um wahr zu sein - und klar wird, auch diese Spitzen sind schwer zu halten - in einer tauben Welt.
Irgendwo zwischen den Polen - Alleine und mich nach Verbindung verzerrend.
In & her- schwingend. Ah ich hab so Lust auf dieses Schwingen, die Flexibilität & die Bewegung - nicht nur auf meiner Yogamatte, sondern in meinem Leben.
Ach Leben, Vielfältigkeit und Kollektiv in all seiner Dramatik und Eintönigkeit.
Ich hab so Lust darauf diesen Raum in mir zu weiten, um diese schillernde Dienstags-nachmittags-langweiligkeit wirklich in mir aufnehmen zu können. Ich will das Jetzt, im Alltag, im Normalen, in den kleinen, stillen Momenten dazwischen. Ich will die Extravaganz und das Alltägliche. Mh uh ja ganz viel und unglaublich wenig davon. Und alles dazwischen.
